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Gortys - Gortina


Das weitläufige Ausgrabungsgelände von Gortys, in der Mesara-Ebene an der Straße von Iraklio nach Phaistos und Matala lohnt nicht nur für Geschichtsinteressierte einen Stopp, sondern auch für alle, die gern ein wenig in einem Olivenhain spazieren gehen, und dabei auch noch antike Ruinen sehen wollen.

Gortys, neugriechisch Gortina genannt, war schon vor 2500 Jahren ein wohlhabender kretischer Stadtstaat. Die Römer erhoben dessen Hauptort, eben Gortys, zur Hauptstadt ganz Kretas.

Hier setzte der Legende nach der Apostel Paulus einen gewissen Titus zum ersten Inselbischof ein, an den er später auch einen ins Neue Testament aufgenommenen Brief, eben den Titusbrief, schrieb. Im 9. Jahrhundert wurde Gortys von auf Kreta einfallenden Arabern zerstört. Italienische und griechische Archäologen legten das Stadtzentrum im 20. Jh. frei.

Die meisten Besucher schauen sich nur den eingezäunten und eintrittspflichtigen Bezirk nördlich der Straße an. Da steht die Apsis der frühchristlichen Basilika noch haushoch aufrecht.

Hinter einem kleinen Theater (siehe Foto) tragen 42 Steinblöcke Inschriften: 2500 Jahre alte Gesetze, die das Zivil- und Strafrecht im antiken Gortys festhielten.

  Theater in Gortys

Sehr viel stimmungsvoller ist jedoch ein etwa einstündiger Spaziergang durch den Olivenhain links der Straße.

Da findet man die Säulen weiterer frühchristlicher Basiliken (siehe Foto) und die Ziegelsteingemäuer eines weiteren römischen Theaters, einer großen Thermalbadeanlage und des Palastes des römischen Statthalters auf Kreta.

 

Neben Gortys lohnt ein Besuch der Ausgrabungen von Knossos und von Phaistos.

 

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