Knossos
Knossos ist die bedeutendste und
meistbesuchte archäologische Stätte
Kretas. Die Ausgrabungen sind nur 4 km
vom Zentrum Iraklios entfernt und von
dort auch kostengünstig mit dem
Linienbus erreichbar.

Foto: In den
Ausgrabungen von Knossos
In Knossos lag das Zentrum der ersten
Hochkultur auf europäischem Boden, der
Minoischen Kultur. Ein Engländer, Sir
Arthur Evans, legte hier zwischen 1900
und 1941 eine riesige, palastähnliche
Anlage frei. Er war überzeugt, hier den
Palast des sagenhaften kretischen Königs
Minos gefunden zu haben. Heute spricht
man lieber von einer palastähnlichen
Stadtanlage mit bedeutendem kultischen
Zentrum.
Das minoische Knossos stand zwischen
etwa 2000 und 1400 vor Beginn unserer
Zeitrechnung in voller Blüte. Ein etwa
ein- bis zweistündiger Rundgang macht
Spaß, weil es mehr als die sonst
üblichen Grundmauern zu sehen gibt.
| Evans hat viele Teile des
"Palastes"
nach seinen Vorstellungen rekonstruiert,
Kopien von Wandmalereien anbringen
lassen und rot bemalte Säulen
aufgestellt, von denen im Original keine
einzige erhalten war. Die minoischen
Säulen waren aus Holz. Das sie rot
angestrichen und unten dünner als oben
waren, weiß man aber von
Säulendarstellungen auf Siegeln,
Mosaiken und anderen Fundobjekten. |
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Am meisten Spaß macht ein Rundgang, wenn
man sich am Eingang zu den Ausgrabungen
einen Plan kauft, der zeigt, wie Knossos
ausgesehen haben könnte. Dann erkennt
man, das die Gebäude hier bis zu fünf
Etagen hoch waren und bekommt einen
exzellenten Eindruck von der gewaltigen
Größe der ganzen Anlage. Vom technischen
Können der Kreter vor über 3500 Jahren
sprechen auch Belege in den
Ausgrabungen: so entdeckt man Leitungen
für die Versorgung mit Frisch- und die
Entsorgung von Brauchwasser – und sogar
so etwas wie eine Toilette mit
Wasserspülung.
Virtueller
Rundgang durch Knossos |
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