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Samaria Schlucht
Von den vielen Schluchten Kretas ist die
Samaria-Schlucht die am meisten
besuchte. Im Frühsommer und Frühherbst
wird sie täglich von bis zu 7000
Menschen durchwandert. Aus fast allen
Gegenden Kretas kann man Ausflüge mit
Durchwanderung der Samaria Schlucht
buchen,
| Die Schlucht ist 18 km lang, auf 14 km
Länge kann man sie durchwandern.
Man
überwindet bei einer Wanderung dabei 1250 m
Höhenunterschied, davon 800 m in der
ersten von vier bis sechs Wanderstunden.
Der Untergrund besteht zu einem guten
Teil aus Geröll, nur anfangs aus
unebenen Waldboden.
Feste Schuhe mit
rutschfesten Sohlen sind auf jeden Fall
angebracht, Turnschuhe genügen nicht.
Unbedingt nötig ist ein Sonnenschutz,
denn das letzte Stück der Wanderung, eine knappe
Stunde etwa, führt durch eine
schattenlose Küstenebene.
Etwa 20 Quellen entspringen entlang des
Wegesrandes, so dass niemand unterwegs
dursten muss. Der Einstieg in die
Schlucht liegt an einer Xilóskala, also
Holztreppe, genannten
Stelle. |
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Foto: In
der Samaria Schlucht |
Schon
bevor die Schlucht und ihre Umgebung
1962 zum Nationalpark erklärt wurden,
hatten Hirten hier Holzbohlen in den
Boden gefügt, um sich den Weg etwas
bequemer zu gestalten. Hier oben steht
ein Kassenhäuschen. Man zahlt seine
Eintrittskarte, die am Ausgang der
Schlucht wieder abgegeben werden soll –
so kann man prüfen, ob am Abend auch
alle Besucher wieder heil herausgekommen
sind oder ob gar jemand verbotenerweise
in der Schlucht zu campieren gedenkt.
Das ist wegen Waldbrandgefahr und
Umweltgefährdung nämlich nicht erlaubt.
An der Xilóskala steht nach etwa 30
Minuten rechter Hand ein kleines
Kirchlein, dem Agios Nikolaos geweiht.
Kunstschätze birgt es nicht - angeblich
wurde es aber an der Stelle eines
kleinen antiken Artemis-Heiligtums
erbaut. En Ende der Xilóskala steht der
Besucher auf dem Grund der Samaria
Schlucht, bis zu 2000 Meter ragen die
umliegenden, größtenteils bewaldeten
Berge auf. In der Schlucht ist das
ehemalige Dorf Samaria mit seiner Quelle
Rastplatz auf etwa halbem Wege. Sogar
eine Erste-Hilfe-Station, eine
Notunterkunft für Verletzte und
Toiletten gibt es inzwischen.
Bald darauf wird die Schlucht immer
enger, bis sie an ihrer schmalsten, nur
drei Meter breiten Stelle – Eiserne
Pforte genannt – den touristischen
Höhepunkt der Wanderung bietet. Die
Felswände steigen hier 350 Meter steil
an, auf dem Grund der Schlucht bahnt
sich ein Bach seinen Weg, der im
Winterhalbjahr und nach der
Schneeschmelze jede Passage unmöglich
macht. Aber nicht nur deswegen ist das
Betreten der Samaria Schlucht zwischen
November und April, manchmal auch noch
bis in den Mai hinein, verboten: Auch
Steinschlaggefahr besteht in jener Zeit
und fordert immer wieder Todesopfer.
Am Ende des Wegs erwartet den Wanderer
nach vier bis sechs Stunden Marsch das
Dorf Agia Roumeli, von dem aus man nach
Bad und Rast mit dem Schiff nach Chora
Sfakio oder Paleochora zurückkehren
kann. Auch Unterkünfte sind vorhanden.
Die Samaria Schlucht ist normalerweise vom 1.
Mai – 15. Oktober für die Durchwanderung
geöffnet. In der übrigen Jahreszeit kann
man nur von Agia Roumeli bis zur
Eisernen Pforte gehen. Der Zutritt ist
während der Öffnungsmonate von 7.30-16
Uhr gestattet. Eintritt 5 € (Kinder und
Jugendliche bis 15 Jahre) haben freien
Eintritt.
Linienbusverbindung mit Chania 4x tgl.,
ab Chania 6.15, 7.30, 8.30 und 14 Uhr,
Rückfahrt ab Omalos 7.15, 8.30, 9.30 und
15 Uhr, Fahrzeit ca. 45 Min.. Von
Kissamos aus kommt man um 6 und um 7 Uhr
zum Eingang der Samaria-Schlucht. Von
Paleochora aus erreicht man sie Di, Do
und So um 6.15 Uhr, von Sougia aus an
den gleichen Tagen bei Abfahrt um 7 Uhr.
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