Geheimtipp Polirrinia
Von Kreta Trip Team | 21.Juni 2011

Geheimtipp Polirrinia - unter den zahllosen archäologischen Stätten ist das antike Polirrinia im äußersten Westen Kretas einer meiner absoluten Lieblingsorte. Das Dorf liegt an einem Berg nur 8 km südlich des Hafenstädtchens Kissamos-Kastelli. Heute leben dort nur noch etwa 100 Menschen.
In der Antike war Polirrinia aber eine bedeutende Stadt auf Kreta. Weite Teile der antiken Stadtmauern sind gut erhalten und ziehen sich um einen kahlen Berg, an dem der bis zu 3 m hohe Riesenfenchel im Sommer besonders kräftig blüht. Kurz vor dem Zugang zur antiken Stadt steht die Kirche Agii Pateres, in deren Außenmauern fast 100 antike Inschriftensteine eingearbeitet sind. Im Dorf selbst sind auch noch einige antike Mauerreste zu finden, die Häuser im Dorf stammen zumeist aus venezianischer Zeit.
Linienbusse fahren leider nicht nach Polirrinia, man muss mit Mietwagen oder Motorrad anreisen. Die Ausgrabungen sind nicht eingezäunt und daher jederzeit frei zugänglich. Innerhalb der antiken Stadtmauern eignet sich der Vorhof eines kleinen Kirchleins hervorragend als Picknickplatz. Am Fahrweg zwischen Dorf und antiker Stadt gibt es aber auch eine kleine, gute Taverne. Wer mutig ist, probiert dort staka, eine Suppe aus Ziegenbuttermilch.
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