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Mirtos, Myrtos auf Kreta

Von Kreta Trip Team | 12.Dezember 2012

Blick über Mirtos oder Myrtos geschriebenMirtos

Mirtos (auch Myrtos geschrieben) liegt etwa 15 km westlich von Ierapetra und ist der einzige Urlaubsort an der östlichen Südküste Kretas, der sich sein Flair aus der Ära der Rucksacktouristen bewahrt hat. Dafür sorgt das geschlossene Erscheinungsbild des noch immer von etwa 700 Menschen bewohnten Dorfes mit einem guten Grobsand-Kies-Strand, einer Vielzahl kleiner Hotels und Apartmenthäuser, urigen Tavernen und einem Laissez-faire-Denken wie in Hippie-Zeiten. Größere Reiseveranstalter schicken keine Gäste hierher. Es kommen überwiegend Individualurlauber und die Kunden eines kleinen niederländischen, auf diese Region spezialisierten Reisebüros. Ortsansässige Niederländer sind es auch, die das touristische Angebot von Mirtos beispielsweise durch geführte Wanderungen bereichern.

Der Ort ist klar gegliedert. Der Strand reicht vom östlichen Dorfbeginn weit übers Ortsende hinaus nach Westen. Er ist fast sonnenschirmfrei. Im Zentrum von Mirtos begleitet ihn eine etwa 300 m lange, autofreie Promenade mit etwa 17 Cafés und Tavernen. In den beiden Parallelgassen dahinter gibt es einen Super- und mehrere Minimärkte, ein paar Souvenirgeschäfte der einfachen Art, den obligaten Schnellimbiss und zwei besonders gute, alte Tavernen.

Im Ortskern wohnen noch immer viele Einheimische, sitzen im Sommer abends vor ihren Häusern. Die Ortsmitte von Myrtos grenzt fast direkt an die Südküstenstraße, an der auch die Dorfkirche steht, vor der die Bushaltestelle Richtung Ierapetra liegt.

Zum besonderen Reiz von Mirtos trägt – sicherlich nicht für jedermann – die typisch griechische Unaufgeräumtheit bei. Nichts ist einheitlich, niemand sorgt für durchgehende Sauberkeit. Rund ums Denkmal für die am 15.9.1943 im Dorf von deutschen Truppen ermordeten Männer und Frauen liegt Müll, daneben stehen ein paar Fragmente antiker Säulen als Schmuck auf dem Bürgersteig. Hunde und Katzen vertragen sich, Kinder spielen abends Ball in den Gassen. In den vielen kleinen Bäumen, die die Gassen säumen, hängen im Juli dicke Tomatentrauben zum Trocknen: Ein kurioses Bild. Fahrverbot gilt nur für Uferprome4nade, ansonsten wird überall geparkt und rangiert. Nur gehupt wird nicht: Man hat Geduld.

Sehenswertes am Ortsrand

Unmittelbar an der Brücke steht an der Hauptstraße Richtung Ierapetra ein brauner Wegweiser mit der Aufschrift >Pyrgos Myrtos Minoan Settlement<. Der Fußpfad, der kaum erkennbar schon nach wenigen Meter vom Feldweg nach rechts oben abbiegt, führt in etwa 10 Gehminuten auf eine Felskuppe mit den von britischen Archäologen freigelegten Überresten einer Siedlung, die von der ersten Hälfte des 3. Jt. v. Chr.- bis in spätminoische Zeit hinein bewohnt war. Zu sehen sind u.a. die Reste eines Grabes in Form eines zweigeschossigen Hauses, in dem die Gebeine zahlreicher Toter aufbewahrt wurden, und außerdem zwei Zisternen und die Grundmauern einer zum Meer hin offenen Halle, vor der ein Festplatz lag.

1,8 km hinter der Brücke von Mirtos folgt an der Straße Richtung Ierapetra der Wegweiser >Myrtos – Fournou Koryfi Minoan Settlement<. Vom Straßenrand führt ein dorniger, steiniger Pfad zu den Überresten einer Siedlung aus dem 3. Jt. v. Chr. Hinauf, in denen die Göttin von Myrtos gefunden wurde, heute eins der schönsten Objekte im Archäologischen Museum von Agios Nikolaos. Viel zu sehen gibt es  hier aber außer einigen Grundmauern nicht.

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